Ankommen in Zürich: die ersten 30 Tage
Anmeldung beim Kreisbüro, Krankenversicherung, das richtige Abonnement, wo du kaufst, was es nicht gibt, und wie du nicht allein bleibst — die Liste, die wir befolgt haben, der Reihe nach.
Zürich ist die einfachste Stadt der Schweiz, um anzukommen, und die schwierigste, um nicht allein zu bleiben. Das ist unsere Liste für die ersten 30 Tage — die Bürokratie und das Leben, in der Reihenfolge, wie wir es gemacht haben.
Woche 1 — das Papier
- Melde dich beim Kreisbüro an (der Kreis ist der administrative "Stadtteil") in den ersten 14 Tagen. Du brauchst Pass, Arbeitsvertrag und Mietvertrag. Du gehst mit der Bewilligung auf dem Weg raus.
- Obligatorische Krankenversicherung — du hast 3 Monate Zeit, aber der Preis unterscheidet sich stark zwischen den Versicherern. Vergleiche (priminfo.ch ist die offizielle Seite) und wähle die höchste Franchise, die du dir leisten kannst.
- Bankkonto: Die grossen Banken verlangen die Aufenthaltsbewilligung; manche Online-Konten öffnen früher. Frag nach Monatsgebühren — in Zürich gibt es alles.
Woche 2 — dich bewegen
- Das Halbtax zahlt sich in zwei Monaten aus, wenn du zweimal im Monat aus der Stadt gehst. Die Zone 110 (ZVV) deckt die Stadt ab; wenn du ausserhalb wohnst, zähl die Zonen, bevor du das Monatsabo kaufst.
- Velo: Zürich ist im Zentrum flach und an den Hängen steil. Ein gebrauchtes kostet weniger als ein Monat öV.
- Sonntag ist Sonntag: fast alles ist zu. Die Läden in den Bahnhöfen (HB, Stadelhofen) sind die Ausnahme.
Woche 3 — was es nicht gibt (und wo es doch gibt)
- Anständiger Kaffee zu anständigem Preis: die portugiesischen und italienischen Cafés in Wiedikon und Altstetten.
- Bacalhau, Chouriço, richtiges Brot: die portugiesischen Lebensmittelgeschäfte in Zürich-Altstetten und Schlieren; es gibt auch Lieferungen ab Lausanne.
- Hausarzt: melde dich gleich an — die guten Termine sind voll.
Woche 4 — Menschen
Hier hören die meisten Guides auf, und hier fängt das Leben an. Die Stadt stellt dir niemanden vor; du musst dorthin gehen, wo Leute schon offen dafür sind, jemanden kennenzulernen.
- Komm zu einem Swiss Meetup Event in Zürich: Abendessen, Brunches, Workshops — fast alle kommen allein, und wir stellen alle einander vor.
- Tritt einem Verein bei: Sport, Chor, was auch immer. So machen die Schweizer Freunde, und es funktioniert auch für uns.
- Lern Deutsch in der Gruppe, nicht online: die Klasse ist das erste Netzwerk.
Ein Trick von jemandem, der schon hier ist
Plan schon jetzt etwas fürs nächste Wochenende. Nicht "wenn ich eingerichtet bin". Die ersten 30 Tage vergehen schnell, und die Gewohnheiten, die du jetzt schaffst — rausgehen, dabei sein, wiederholen — sind die, die bleiben.
Wenn du noch Fragen hast, schreib uns. Wir antworten auf alle.

Ana & Marco
Wir kamen 2025 in die Schweiz und gründeten Swiss Meetup, um Freunde zu finden – damit du es auch kannst.