Wie man in der Schweiz Freunde findet (ehrlicher Guide von jemandem, der 2025 angekommen ist)
Wir sind im Juli 2025 angekommen, ohne jemanden zu kennen. Das ist, was bei uns funktioniert hat — und was nicht —, um nicht mehr allein die Wochenenden zu verbringen.
Niemand sagt dir das, bevor du herkommst: das Schwierige an der Schweiz ist nicht das Deutsch, nicht die Mieten, nicht die Kälte. Es ist die Stille am Samstagnachmittag, wenn du niemandem eine Nachricht schreiben kannst.
Wir sind am 7. Juli 2025 angekommen und haben das durchgemacht. Dieser Guide ist das, was wir damals gerne gelesen hätten — ohne Floskeln, nur das, was funktioniert hat.
Warum es hier schwieriger ist
Die Schweizer sind nicht kalt, sie sind organisiert. Ihre Freundschaften sind in der Schule, im Verein und in der Armee entstanden, und der Kalender ist Monate im Voraus voll. Es ist nicht gegen dich gerichtet — es wartet einfach niemand auf neue Leute. Der Trick ist deshalb nicht, "netter zu sein": es geht darum, dorthin zu gehen, wo Leute schon offen dafür sind, jemanden kennenzulernen.
Was bei uns funktioniert hat
- Zu Events gehen, wo alle allein hingehen. Bei einem Dinner, wo sich alle angemeldet haben, ohne jemanden zu kennen, schaut niemand aufs Handy. So haben wir unsere ersten Freunde gefunden — und deshalb haben wir Swiss Meetup gegründet.
- Wiederholen. Eine Person, die du einmal siehst, ist eine Bekanntschaft. Zweimal, ist jemand, mit dem du schon Insider-Witze hast. Dreimal, ist ein Freund. Geh mehr als einmal zur gleichen Art von Sache.
- Ja sagen zu Dingen, die du in Portugal nicht gemacht hast. Pilates, Keramik, ein Ausflug an einen See, von dem du nie gehört hast. Die Aktivität ist ein Vorwand; das Gespräch ist das Ziel.
- In derselben Woche Portugiesisch und Deutsch (oder Französisch) sprechen. Die portugiesische Community gibt Geborgenheit; lokale Gruppen geben Wurzeln. Du brauchst beides.
- Die zweite Nachricht schicken. Nach dem Event, schreib du. "War cool, machen wir das wieder?" Das ist der Schritt, den fast niemand macht — und der aus einem Treffen eine Freundschaft macht.
Was nicht funktioniert hat
- Warten, dass Arbeitskollegen zu Freunden werden. Manchmal passiert es; meistens bleibt es beim Kaffee.
- Freundschafts-Apps. Viel Gerede, wenig echte Menschen im echten Leben.
- Einmal zu einer riesigen Gruppe gehen und aufgeben, weil "niemand mit mir geredet hat". Kleine Gruppen, runder Tisch, jemand der alle vorstellt — genau das funktioniert.
Womit du diese Woche starten kannst
Wenn du in Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Genf oder Luzern bist, schau dir die nächsten Events an — die meisten kommen allein, die Gruppen sind klein und wir stellen am Anfang alle vor. Falls es noch kein Datum in deiner Stadt gibt, abonnier den Newsletter unten auf der Seite: die Events öffnen zuerst für alle auf der Liste.
"Ich weiss nicht, wer euch so traumatisiert hat, dass ihr denkt, ihr würdet hier in der Schweiz keine Freundinnen finden, aber willkommen in meinem Leben." — Francisca, nach dem zweiten Event
Du kommst wegen der Events. Du bleibst wegen der Menschen. Kein Slogan — genau das ist uns passiert.

Ana & Marco
Wir kamen 2025 in die Schweiz und gründeten Swiss Meetup, um Freunde zu finden – damit du es auch kannst.